KLANGstadt Hall in Tirol 2013: einzählen, anstimmen, aufgeigen, ausklingen Samstag, 3. August 2013, ab 18 Uhr, Gastgärten der H

  • 24. Juli 2013
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Von A wie Alma bis Z wie Ziganoff reicht die Palette an Volks(x)musik diesmal bei KLANGstadt. Seit nunmehr fünf Jahren treffen sich im August Musiker, die fest verwurzelt in der alpenländischen Tradition sind, mit Grenzgängern der Volksmusik und Ensembles, deren Musik Blüten in die verschiedensten musikalischen Richtungen treibt. So kommen heuer ALMA (Wien) nach Hall. Zu Recht hochgelobt in Medien quer durchs Land, machen die MusikerInnen selbst eingefleischte Volksmusikabstinezler schwach. In ihren Interpretationen (drei Geigen, eine Harmonika und ein Kontrabass) treffen Tradition, Improvisation und Innovation nicht bloß aufeinander, sie gehen ineinander auf. Mit zwei Trompeten, einer Steirischen Harmonika, einer Posaune, einer Tuba, einer Klarinette und einer Harfe ist der Tiroler 7er Musig schon rein optisch der große Auftritt sicher. Aber auch akustisch überzeugt die Formation: ihre schneidige und humorvolle Spielweise wird von Tiroler Volksmusikkennern hochgelobt. Das Duo Haertel/Wascher destilliert die musikalischen Wurzeln der Steiermark zu einer reinen, konzentrierten und oft richtiggehend scharfen Essenz aus Jodlern und Tänzen. Mit Drehleier, und Geige interpretieren sie „Tanz und Schleunige“ aus historischen Quellen neu. Die fränkische Gruppe Boxgalopp (D) spielt „Volxmusik“ und ist in Bamberg Teil des „Antistadls“, eines Projektes, das seit über 10 Jahren musikalisch „Protest gegen die volkstümliche Weichspülmusik“ betreibt. Die Langkampfener Alphornbläser sind eine der ca. 20 Alphorngruppen in Tirol. Sie musizieren seit 20 Jahren zusammen und spielen vor allem bei Almfesten und Bergandachten. Bisher galt das Alphorn als etwas typisch Schweizerisches, obwohl in jeder Hirtenkultur der Alpen eine Art dieses weit hörbaren Signalhornes verwendet wurde. Den seltenen Genuss, den unverwechselbaren Klang des Alphorns in den Altstadtgassen von Hall zu hören, sollte man sich nicht entgehen lassen. Ziganoff spielen Klezmer, die Musik der jüdischen Wandermusiker im früheren Österreich-Ungarn, und somit auch „Volksmusik“, allerdings gewürzt mit einer ordentlichen Brise Jazz. Die Gruppe aus dem Trentino ist groß besetzt: Violine, Akkordeon, Gitarre, Trompete, Saxophon und Tuba/Sousaphon werden mit Sicherheit die Haller Altstadt zum S(ch)wingen bringen.

Auch heuer wird in den Gastgärten von vier Haller Traditionsgasthäusern musiziert (Geisterburg, Rathauscafé, Schwarzer Adler und Goldener Engl, 18:00-22:00 Uhr), die zu den akustischen Genüssen noch Gaumenfreuden kredenzen. Alle Ensembles spielen Volks(x)musik, wie sie am besten klingt (nämlich rein akustisch und auf Augenhöhe mit dem Publikum) und machen so Hall wieder zur KLANGstadt!