Das Klausjagen in Küssnacht am Rigi

  • 28. November 2012
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Das Klausjagen in Küssnacht am Rigi ist einer der
imposantesten Nikolausbräuche Europas. Der Umzug mit rund 200
Iffelen, gefolgt vom St. Nikolaus und vom archaischen Lärm von über
1000 Klausjägern, wird jährlich von bis zu 20'000 Zuschauern
verfolgt.

Am Vorabend des Nikolaustages um acht Uhr versammeln sich die über
tausend Klausjäger im Dorf am Vierwaldstättersee. Alle tragen ein
weisses Hirtenhemd. Um 20.15 Uhr ertönt ein...

Das Klausjagen in Küssnacht am Rigi ist einer der
imposantesten Nikolausbräuche Europas. Der Umzug mit rund 200
Iffelen, gefolgt vom St. Nikolaus und vom archaischen Lärm von über
1000 Klausjägern, wird jährlich von bis zu 20'000 Zuschauern
verfolgt.

Am Vorabend des Nikolaustages um acht Uhr versammeln sich die über
tausend Klausjäger im Dorf am Vierwaldstättersee. Alle tragen ein
weisses Hirtenhemd. Um 20.15 Uhr ertönt ein Böllerschuss, worauf in
ganz Küssnacht die Strassenbeleuchtung ausgeht. Die Geislechlepfer
lassen ihre Peitschen knallen und führen den Umzug an. Hinter ihnen
tänzeln still die Iffelenträger. Die Iffelen sind aus Karton und
Seidenpapier gefertigt und sehen aus wie Kirchenfenster. In Motiven
und Farbzusammenstellung sind den Erbauern kaum Grenzen gesetzt, und
auch die Grösse kann von einem halben Meter bis über zwei Meter
variieren. Auf der Vorderseite die Figur des St. Nikolaus und auf der
Rückseite ein Kreuz und als weiteres christliches Zeichen die
Buchstaben JHS sind die traditionellen Darstellungen. Rosetten,
Bänder und Girlanden vervollständigen das Bild.

Und plötzlich erdröhnen die Strassen vom Läuten schwerer Glocken,
die von kräftigen Männern in den Händen getragen werden, von
Hörnerklang und vor allem von eigenartigen Dreiklang-Rhythmen der
Blasmusik, denen der Text "Mänz, Mänz, Mänz, Bodefridimänz" unterlegt
wird. Clemenz (Mänz) Ulrich bemühte sich in den zwanziger Jahren
vergeblich, den seinerzeitigen Brauch, der in einer wilden Verfolgung
des Nikolaus durch die Dorfjugend bestand, in eine gesittete Form
überzuführen. Erfolgreich waren erst seine Nachfolger, die 1928 eine
Gesellschaft zur Pflege und Erhaltung des Klausjagens gründeten.

Wer den Anlass von Luzern aus besuchen möchte, bucht am besten die
Extrafahrt der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee und
geniesst während der Überfahrt ein köstliches Fondue. Die perfekte
Einstimmung auf das Klausjagen

weitere Info: www.klausjagen.ch