Der Niglo und seine wilden Gesellen UNESCO-Kulturerbe Niglo-Umzug geht in Pyhrn-Priel über die Bühne

  • 21. November 2015
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© Habersack

Am 5. Dezember, dem Vorabend es Nikolaustages, versammeln sich in Windischgarsten geheimnisvolle Gestalten. Sie machen sich bereit für den Niglo-Umzug, den es nur hier gibt. Diese Exklusivität bescherte dem vor mehr als 150 Jahren erstmals beschriebenen Treiben sogar einen Eintrag in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO. Viele der teilnehmenden Figuren und ihre althergebrachten Kostüme und Masken kennt man nur im Garstnertal.

Auch heuer trifft sich der Festzug beim Windischgarstner Heimathaus, um sich von dort auf den Weg durch den Ort zu machen: der fein gekleidete „Nigloherr“ mit seiner „Niglofrau“, Nachtwächter, Rauchfangkehrer, Wilderer und Riesen. Dunkle Sagengestalten wie der „Klaubauf“, der die Kinder holt, die „Habergoaß“ und der schweinsgesichtige „Leutzammfresser“ sind mit von der Partie. Rund um die illustre Gesellschaft tanzen die „Nigln“, pelzige Krampusse. Letztlich dreht sich aber alles um den Heiligen Nikolaus mit seinen Engeln, der die wilde Schar mit strenger Hand in Zaum hält. Beim Kulturhaus Römerfeld angekommen, stellt der Nigloherr gegen 18 Uhr die Figuren in traditioneller Gedichtform den Zuschauern vor. Anschließend verteilt der Nikolaus mit seinen Helfern kleine Geschenke an die Kinder.

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