News „Strategie 2022+“ – ein Kompass für das Land der Sonne

  • 16. April 2018
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Fotograf: Erwin Muik, Fotocredit: Foto Muik

Gestern Abend wurde rund 200 Gästen aus Politik, Tourismus, Kultur und der Medienbranche die „Tourismusstrategie Burgenland 2022+“ im Rahmen des Tourismusforums am Hannersberg präsentiert. Sie soll der burgenländischen Tourismusbranche in den kommenden Jahren als Kompass dienen. Im Anschluss referierte die renommierte Profilerin Patricia Staniek über das spannende Thema „Was mein Gast wirklich fühlt - Profiling im Tourismus“.
 
„Wir sind zu jeder Zeit das begehrteste Urlaubsland für erlebnisintensive Aufenthalte, um im sonnigen-sinnlichen Lebensgefühl des Burgenlandes Kraft und Inspiration für den Alltag aufzutanken!“ – So lautet die zentrale Vision des aktuellen Strategiepapiers, das der burgenländischen Tourismusbranche ein umfassendes Bündel an Zielen zur Orientierung an die Hand gibt.
 
Unter anderem geht es um mehr Ganzjahrestourismus, mehr Wiederholungsbesuche, noch stärkere Betonung der emotionalen Seite eines Genussurlaubs sowie um die Positionierung des Burgenlands als „Kraft- und Energietankstelle“. Dahinter steckt wiederum eine ganze Reihe strategischer Ziele – u.a. mehr Auslastung und Wertschöpfung durch Steigerung von Angebotsstruktur und -qualität, mehr Arbeitsplätze im Tourismus sowie die noch stärkere Bündelung touristischer Organisationen und Initiativen.
 
Die vorliegende Strategie zeigt auf, dass einerseits die aktuellen Herausforderungen enorm sind. Man denke an die immer rascher, immer mehr Lebensbereiche erfassende Digitalisierung, den Trend zu Fernreisen, den sich verschärfenden Wettbewerb etc. Andererseits macht die Strategie 2022+ deutlich, dass wir große Chancen und enormes Potential besitzen. Hier seien stellvertretend etwa die Thermen als Leitprodukte, die Nähe zu urbanen Ballungsräumen und das immer stärker nachgefragte Genussangebot genannt“, fasst Landeshauptmann Hans Niesslin seinem Interview zusammen.
 
Tourismuslandesrat MMag. Alexander Petschnig betont: „Die Tourismusbranche und das Land sind nun gefordert, die Vorteile unseres Angebots zu verdeutlichen und zugleich dieses Angebot stetig qualitativ zu verbessern sowie die damit verbundenen Arbeitsabläufe kontinuierlich zu professionalisieren. Und das, ohne dabei Konkurrenzfähigkeit und Wertschöpfung aus den Augen zu verlieren. Das können wir nur dann erreichen, wenn sich die Branche in den nächsten Jahren verstärkt zu gewinnbringenden Netzwerken zusammenfindet.“
 

Mit der Branche – für die Branche

 
Erarbeitet wurde die umfassende Unterlage im vergangenen Jahr bei Workshops mit 85 Opinion Leadern der burgenländischen Branche. Begleitet wurde der Prozess von der Beratungsagentur conos gmbh. Und erstmals wurde ein derartiges Richtungspapier auch von der Landesregierung beschlossen.
 
Festgelegt wurden bei diesem Strategieprozess auch zahlreiche Maßnahmen, die man in einen Masterplan gegossen hat. So rücken künftig bei Werbung und Marketing die bisherigen Kernmärkte (Österreich, Deutschland sowie urbane Räume im benachbarten Ausland) noch stärker in den Fokus. Ab nun gruppieren sich um das zentrale Thema „Therme – Wellness – Gesundheit“ die übrigen, noch stärker vernetzten Angebotssäulen Naturgenuss, Wein und Kulinarik, inspirierende Kultur sowie Aktivität und Bewegung.
 
Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton dazu: „Das Burgenland als Krafttankstelle zu positionieren, auch und gerade für zwischendurch – darum muss es nun gehen. Der burgenländische Tourismus ist einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Seine Weiterentwicklung zur Wellness- und Regenerations-Destination Nummer 1 kann nur erreicht werden, wenn alle am tourismuswirtschaftlichen Geschehen Beteiligten zusammenwirken.“
 

Profilerin & Kriminologin zog Gäste in den Bann

 
Patricia Staniek ist eine der renommiertesten Expertinnen für Verhaltensanalyse des Menschen als Individuum und in der Gruppe. Mit ihren Körpersprache-, Mimik- und Verhaltensanalysen überzeugt sie nicht nur im Bereich Sicherheit, sondern auch in der Wirtschaft. Ihr „Profiling für die Wirtschaft“ hat neue Maßstäbe gesetzt.
 
Beim Tourismusforum gestern Abend begeisterte Staniek die Gäste mit einer spannenden Keynote. Sie zeigte was die Mimik eines Gastes zeigen soll und welche Emotionen tatsächlich verborgen, kaschiert oder maskiert hinter der mimischen Fassade liegen.
 
Bis in die späten Abendstunden diskutierten die Gäste in angenehmer Atmosphäre über die Tourismuswirtschaft und feilten schon an Projekten für die nächsten Jahre.
 

Tags: eisenstadt

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